Geschichte – langweilig? Niemals!

Stadtgeschichte – noch schlimmer? Falsch! Wenn man so interessant erzählen kann wie der ehemalige Berufsschullehrer und Organisator im #TIG, Hans-Peter Steffens in seiner Tracht als mittelalterlicher Kaufmann, vergehen zweieinhalb Stunden Kultur, Geschichte und Allgemeinwissen wie im Flug. Dreizehn erwachsene Alltagsausbrecher und zehn aufgeweckte Kinder entdeckten am Donnerstagabend Mönchengladbach von einer anderen Seite, ohne Minto und Borussia, dafür mit St. Vith und Erzbischof Gero, Mönch Sandrad und Graf Balderich. Da kommen also die Namen her von Straßen, Plätzen, Kneipen und Discotheken.

Los ging’s am Geroweiher – wer wusste denn, dass der früher über den ganzen Parkplatz ging? Dass das Münster Baustile aus drei verschiedenen Epochen umfasst? Weiter ging die Tour durch die Altstadt, am Zeughaus vorbei, Straßen und Gassen entlang, die einige von uns zuvor noch nie gelaufen waren – obwohl wir alle in Mönchengladbach zuhause sind. Und immer begleitet von fesselnden  Geschichten und lustigen Anekdoten. Jetzt wissen wir zum Beispiel auch, wie Nachnamen entstanden sind, dass Pilates Mönchengladbacher war und was die 14 Sterne auf dem früheren Wappen Gladbach-Rheydt bedeuten.

Während des ganzen Spaziergangs durch die Stadt, die wir doch eigentlich alle kennen, trafen wir auf viele Details, an denen wir an normalen Tagen blind vorbeilaufen. Eine der letzten Stationen zeigte auf der Hindenburger Straße das alte Stadttour, symbolisiert durch die Pflasterung auf dem Bürgersteig. War auch noch nie jemandem aufgefallen.

Ein mehr als spannender und interessanter Abend, der uns bestimmt aufmerksamer macht beim nächsten Stadtbummel. Und der Lust auf viele weitere Aktionen macht. Danke an die Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH #mgmg, die dieses Event ermöglicht hat. Und ein besonderer Dank an unseren Stadtführer Hans-Peter Steffens!

 

Die Sterne auf dem Wappen symbolisieren übrigens die 14 Nothelfer. Was das bedeutet? Goggelt mal.  ;-)